Chef sagt: Wir machen es, weil wir es machen müssen, nicht weil wir es wollen. Hauptsache es findet statt und gibt keinen Ärger oder negative Rückmeldungen.

HSP denkt: Ich mache es aus Überzeugung, sonst macht es keine Spaß und ohne Sinn brauche ich gar nicht erst anfangen. Ich bin erst zufrieden wenn ich und die anderen etwas mitnehmen können. Wenn ich nichts dabei spüre bin ich enttäuscht und werde traurig, machmal auch wütende über die Ignoranz. Meine Arbeit möchte ich mit Motivation und Freude erledigen, sonst wird es langfristig sehr schwer für mich.

Chef sagt: Das ist nur Kosmetik um dem Kunden zu gefallen und ihn bei Laune zu halten.

HSP denkt: Wenn ich einen Arbeitsauftrag erhalte, nehme ich ihn ernst und werde mein Bestes geben. Ich mache es nicht um den Kunden mit leeren Inhalten abzuspeisen um ihn dann zum Kauf weiterer Produkte zu animieren. Ich nehme meine Kunden als Menschen mit Bedürfnissen und vielen Facetten wahr. Das mag manchmal zeit- und arbeitsintensiv sein. Und vielleicht schieße ich über das Ziel hinaus. Ich schaffe aber damit eine ernsthafte Bindung die langfristigen Bestand hat. Die Kunden werden mir Vertrauen.

Chef sagt: Wofür wollen Sie eigentlich eine Gehaltserhöhung, alles was ich zu hören bekomme ist, dass Sie zuviel Zeit brauchen. Aufwendige Lösungen vorschlagen. Sie bremsen sogar die tollen Ideen motivierter Kollegen aus, indem die Einwände vorbringen und diese Ideen nicht unterstützen. Das alles kostet mich Geld und bringt keinen Umsatz!

HSP denkt: Ich bin sehr gekränkt, weil ich jeden Tag voll motiviert zur Arbeit komme und meine Kollegen wertschätze. Die langen Teamsitzungen setzen mir oft zu, weil ich viel Energie darauf aufwende mich auf alles Gesagte zu konzentrieren und meine Schlüsse daraus zu ziehen. Oft rette ich Projekte, indem ich ungefragt die Lücken schließe – das sieht niemand. Mich befriedigt es zutiefst mit nur einem kleinen Detail zum ganzheitlichen Gelingen einer Aufgabe beizutragen. Es muss nicht einmal die Aufgabe sein, die mir übertragen wurde. Letztens konnte ich den Konflikt mit einem unserer besten Kunden mit ein paar ruhigen Worten entschärfen und meinen frustrierten Kollegen im Vertrieb wieder aufbauen. Er hat daraufhin einen äußerst erfolgreichen Abschluss gemacht. Ich finde es wichtig die für und wider einer Idee abzuwägen ehe man an die Umsetzung geht, das spart Zeit, Kosten und böse Überraschungen. Ich glaube ich werde mich jetzt zurückziehen, mein Wert wird hier nicht erkannt.

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