Aloha. Schön dass du da bist. Hier erfährst du Güte, Freundlichkeit und Toleranz. Wir halten zusammen und nähren gute Gedanken. Demut, Geduld und Respekt sind unsere ständigen Begleiter und helfen beim Gelingen unserer Vorhaben.

Neben einsamen Stränden, atemberaubenden Naturkulissen und einer entspannten Lebensart pflegen Hawaiianer eine ausgeprägte Kultur der Wertschätzung.

Gehe nie im Streit schlafen

Es ist noch gar nicht so langen her, da kamen auf Hawaii die Familienmitglieder abends vor Sonnenuntergang zusammen. Es wurde lange geredet, über das was am Tag gut gelaufen war, und das, was nicht gut lief. Man ging in sich, reflektierte, hörte in sich hinein und dem anderen zu. Man bat um Entschuldigung falls das eigene Handeln den anderen verletzt hatte. Und es wurde aus Liebe verziehen. Die belastenden Gedanken und Gefühle konnten losgelassen werden, die Menschen fanden tiefen und entspannten Schlaf.

Eine uralter Brauch, der bei genauerem Hinsehen als sozialpädagogische Gruppenintervention mancherorts eine Renaissance erlebt.

Psychohygiene mit Langzeitwirkung

Heute weiß man, dass sich das Gehirn während der nächtlichen Ruhe reorganisiert. Es läuft eine Art Defragmentierungsprogramm über die humane Festplatte. Alle über den Tag gesammelten Erlebnisse werden sortiert und abgespeichert. Besonders stark emotional geprägte Momente wandern ins Langzeitgedächtnis. Schöne Erfahrungen werden dort genauso abgelegt wie belastende, die uns dann lange Zeit verfolgen.

Erfahrungen schaffen Überzeugungen, Überzeugungen beeinflussen unsere Gedanken, Gedanken machen Emotionen, Emotionen wirken sich auf unser Handeln aus und mit unserem Handeln erschaffen wir unsere Lebensumstände.

Wer also um Entschuldigung bitten und verzeihen kann, lässt es erst gar nicht soweit kommen und lebt entspannter. Um das zu erreichen ist es nicht unbedingt notwendig alle Menschen einzusammeln und sich mit ihnen ans Lagerfeuer zu setzen. Ein vereinfachtes, selbst initiiertes, Abendritual kann dabei helfen den Tag Revue passieren zu lassen und beruhigt einzuschlafen.

Das Prinzip der Bestrafung

Wurdest du auch mit dem Prinzip der Bestrafung erzogen? Je nachdem wie anpassungsfähig (oder schlau) du warst sind größer oder kleinere Narben davon zurückgeblieben. Und wir haben gelernt so weiterzumachen. So bestrafen wir andere mit Missachtung, Herabsetzung, Ausgrenzung und vieles mehr. Es geht sogar noch weiter, wir tuen uns all diese Dinge selbst an. Dabei könnten wir vieles mit einer einfachen, und ehrlich gemeinten, Entschuldigung oder mit Milde im Umgang mit uns selbst aus der Welt schaffen.

Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Danke. Ich liebe Dich.

Wenn wir es schaffen zu erkennen, das wir an allem Leid unseren Anteil tragen und der einzige Weg uns davon zu lösen die Vergebung ist, haben wir schon einen großen Schritt in Richtung Harmonisierung des entstanden Missempfindens getan.

Energieräuber

Das stoische Festhalten an Situationen, in denen dir Unrecht getan wurde schwächt dich und raubt dir Lebensenergie. Neid, Hass und Wut bindet dich an Menschen und Momente, die du längst hättest loslassen können um Harmonie zu erfahren. Dankbarkeit, Liebe, Mitgefühl und Freunde bringen dich im Leben voran und helfen dir dabei zu wachsen und dich frei zu entfalten.

Denn wir sind alle miteinander verbunden, dennoch ist jeder von uns ein Individuum.

Der Schlüssel für ein harmonische und selbstbestimmte Leben liegt in uns und unserer Beziehungsfähigkeit. Um erfüllte Beziehungen führen zu können beginnen wir mit der Vergebung und Lösung von Konflikten in uns und unserer Herkunftsfamilie und oftmals gelingt dann Punkt 3 von ganz alleine.

  1. Beziehung zu sich selbst
  2. Beziehung zu den Eltern
  3. Beziehung zu allen und allem anderen
* Das ursprüngliche Ho’oponopono-Ritual stammt von Hawaii und wird als spirituelles und reinigendes Ritual von einem Heilpriester praktiziert. Es soll helfen Krankheiten zu heilen, die Aufgrund von Spannungen und Unstimmigkeiten innerhalb der Familie aufgetreten sind. Ähnliche Bräuche sind im südpazifischen Raum weit verbreitet. Im westlichen Raum haben sich vereinfachte und abgeänderte Varianten dieses Rituals etabliert, die nichts mit dem ursprünglichen Brauch zu tun haben. So wird Ho’oponopono mit EFT (Emotional Freedom Techniques) als „Wirkungsbeschleuniger“ zusammengebracht und / oder in mehrtägigen Workshops praktiziert. Wir grenzen uns klar von diesen Anbietern ab. Wir geben hier lediglich unsere eigene Meinung und Erfahrungswerte wider und versuchen Parallelen zu bestehenden Methoden ausfindig zu machen, da wir der Überzeugung sind, dass ähnliches Wissen in allen Kulturkreisen auf die eigene individuelle Art und Weise vorhanden ist. Außerdem grenzen wir uns von der Begrifflichkeit wie der „Heilung“ bzw. „Heilversprechung“ ab. Bei gravierenden Traumatisierungen, psychischen Vor- und Begleiterkrankungen ersetzt dieser Artikel keine ärztliche Konsultation.
Photo by Kalen Emsley on Unsplash